Die Prinzipien der Natur

Im Asiatischen Leben spielen die Gesetze der Natur eine wichtige Rolle. Die Gelehrten und Meister des alten Wissens beobachteten im Detail alles Leben um sie herum. Drei Hauptprinzipien entstanden durch die Verknüpfung von Himmel, Mensch und Erde.

 

  1. Der Himmel regiert die Erde. Die Sonne, der Mond, die fünf Planeten, die zwölf  Tierkreiszeichen, die sieben Sterne des großen Bären (oder großer Wagen), sind unter anderem Faktoren, die Einfluss auf die Erde ausüben.
  2. Beide, Himmel (Planeten) und Erde (fünf Elemente der Natur) beeinflussen alle Lebewesen und es ist in deiner Macht, diesen Einfluss am günstigsten zu deinem Vorteil zu nutzen.
  3. Hier spielen die Fünf Elemente der Natur eine große Rolle. Unter diesen Begriff versteht man eine feinstoffliche Essenz, jede charakteristisch unterschiedlich von der anderen, die den fruchtbaren Ursprung aller materiellen Stoffe bildet. Holz – Feuer – Erde – Metall – Wasser
  4. Die Geschicke der Lebenden hängen von dem guten Willen und den allgemeinen Einfluss der Toten ab. Eine Einstellung der Chinesen, die uns im Westen befremdlich anmutet.

 

“ Alles was auf der Erde existiert, ist lediglich eine vorübergehende Erscheinungsform irgendeiner himmlischen Stelle. Alles Irdische hat seinen Prototyp, seinen Ursprung und seine herrschende Stelle im Himmel.

Der chinesische Philosoph, der die Schönheit der Natur betrachtet, die Variationen von Hügeln und Ebenen, von Flüssen und Meeren, die wunderbare Harmonie von Farbe, Licht und Schatten, sieht darin nur eine schwache Spiegelung der noch herrlicheren Szenerie, die in schwebender Pracht auf dem sternenübersäten Firmament des Himmels dargestellt ist.

Er blickt die Sonne an, diese gleißende Regentin des Tages, und erkennt in ihr, als irdische Spiegelung, das männliche Prinzip der Erschaffung, das über alles unter der Sonne herrscht.

Er erhebt seine Augen zum Mond, der wunderschönen Königin der Nacht, und sieht ihre Spiegelung auf Erden der in dem weiblichen Prinzip, welches über allen unter dem Mond befindlichen Formen der Existenz steht.

Er betrachtet die schnellen Kreisbahnen der Planeten – Jupiter, Mars, Saturn, Venus und Merkur – und sieht ihre Gegenstücke auf Erden in dem endlosen Austausch und den Wechselwirkungen der Fünf Elemente der Natur – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

Er sinnt nachts über das glitzernde Firmament nach und vergleicht es mit seinen schwach gespiegelten Abglanz auf der Oberfläche unserer Erde, wo die Berge die Sterne bilden und die Flüsse und Ozeane die Antwort auf die Milchstrasse sind“ E.J.Eitel (1873).